Produktionen 2019 / 2020

LIVE SENDUNG BEI RADIO YPSILON

Studentinnen des Medienschwerpunkts / Sparte Hörfunk haben am 9. November 2019 eine Livesendung bei Radio Ypsilon in Hollabrunn gestaltet.

Radio Ypsilon ist ein unabhängiger, nichtkommerzieller Sender, der ursprünglich ein Radio von und für Schulen war, heute aber sein Programm, auch grenzüberschreitend, wesentlich verbreitert hat.
Radio Ypsilon sendet ein Programm für das Dreiländereck Deutschland-Slowakei-Tschechische Republik.   (www.radioypsilon.at, www.facebook.com/radioYpsilon)

Die Livesendung ist nachzuhören im Archiv von Radio Ypsilon: https://cba.fro.at/435740

Ein herzliches Danke an Gerhard Schneider, der den Hörfunkschwerpunkt betreut und die Liveaufnahme im Studio ermöglicht hat.

Der gekaufte Mensch

oder das Leben ist ein Countdown – ein Projekt von theater.wozek / Wiener Schauspielschule am Prayner

Uraufführung / 14 – 18 Jahre / 75 min

Der gekaufte Mensch: ZUM INHALT

Caro ist ein lebensfrohes Mädchen, aber in der Schule sehr verschlossen und leistungsschwach. Nun steht sie vor der Wahl. Entweder sie wirkt an einem speziellen Sozialexperiment mit, oder sie muss die Schule verlassen.
Caro entscheidet sich für das Experiment. 8 Wochen wird ihr dabei Maos, ein menschenähnlicher Roboter, eine Art Android, als Mitschüler zugeteilt. Er soll nicht nur lernen mit ihr, sondern auch bei ihr wohnen.
Das ergibt einige Schwierigkeiten. Caro lebt mit ihren 3 Schwestern in einer WG. Die sind nicht gerade froh darüber, einen Roboter in den eigenen vier Wänden zu haben. Caro kann ihre Schwestern überzeugen. Maos darf bleiben. Aber eines ist von Anfang an klar: Zwischenmenschliche Turbulenzen werden nicht ausbleiben.
Maos versucht, eine menschliche Beziehung zu Caro aufzubauen. Die Wochen vergehen. Allmählich erkennt Caro den Sinn des Experiments und spielt mit. Doch eines Tages kommt eine Wahrheit zu tage, mit der niemand gerechnet hat. DiesWahrheit stellt alles auf den Kopf. Caro muss handeln.

Das Jugendstück DER GEKAUFTE MENSCH beschäftigt sich in kritisch-humorvoller Weise mit dem Thema „Ethik und künstliche Intelligenz“ und geht der Frage nach: Wie menschlich dürfen Roboter sein?

Der gekaufte Mensch: HINTERGRUND

Was passiert, wenn Roboter aussehen wie Menschen, sich verhalten und sprechen wie sie, wenn sie auch selbständig denken können und empfinden wie Menschen?

Was passiert, wenn diese Androiden in die Gesellschaft integriert werden?

Als Arbeitskräfte in den verschiedensten Bereichen (z. B. in Fabriken, Spitälern, Schulen, Gefängnissen usw.), als Beziehungs- und Lebenspartner, als perfekt funktionierende Kampfmaschinen für Militär und Polizei …

Was passiert, wenn wir diese neuen Menschen kaufen können wie ein Auto oder ein Haustier? Wie würde sich unser Leben ändern in einer Welt voller humanoider Roboter? Hätten diese digitalen Lebewesen Menschenrechte? Oder würde sich eine Art moderner Sklavenmarkt etablieren?

Sind absolut lernfähige, sozial kompetente Androiden vielleicht die zukünftigen Menschen, die unsere Weltprobleme lösen? Doch wer programmiert diese Roboter? Wer bestimmt, was gut für uns ist? Müssten die Karten neu gemischt werden, wenn es um Macht und Würde geht?

Anhand der Geschichte über das Mädchen Caro und dem Androiden Maos erleben wir, wie schnell unsere Wertewelt Kopf stehen kann, wenn künstliche Intelligenz unseren Lebensalltag bestimmt, wenn sich moralisch Vertretbares mit einem Mal als moralisch verwerflich darstellt.

In diesem Zusammenhang sollten wir emotionslos hinterfragen, ob wir reif genug sind für das digitale Zeitalter.

Wissenschafter fordern schon längst, Schulungen und Trainings zum Thema „Digitalisierung und Menschenwürde“ kostenfrei und generationenübergreifend anzubieten, damit wir (mit Zuversicht gerüstet) der technologischen Zukunft gewachsen sind und nicht daran scheitern.

Der gekaufte Mensch: DAS STÜCK

Caro lebt mit ihren 3 Schwestern in einer WG. Sie besucht eine internationale Privatschule mit Schwerpunkt Informatik. Sie ist ein lebensfrohes Mädchen, doch in der Schule hat sie massive Probleme. Zu viele Fehlstunden, zu viele Fünfer, zu wenig Engagement. Sie hat es auch nicht geschafft, sich in der Klasse zu integrieren. Sie sei zu verschlossen, zu uninteressiert, wird ihr vorgeworfen. Die benehme sich asozial, wie eine typische Außenseiterin eben.

Caros Entscheidung

Nun steht Caro vor einer Entscheidung. Entweder sie nimmt an einem speziellen sozialen Schulexperiment teil, oder sie fliegt von der Schule, weil ihre Leistungen und ihr Verhalten dort nicht mehr tragbar sind.
Das Experiment sieht vor, dass Caro 8 Wochen lang mit Maos, einem menschenähnlichen Roboter, eine Art Android, zusammenleben muss. Das heißt, Maos ist nicht nur ihr Schulkollege, sondern wohnt auch bei ihr. Ihre Aufgabe lautet: Maos so gut wie möglich in ihren Lebensalltag zu integrieren und gemeinsam mit ihm die schulischen Herausforderungen zu bewältigen. Schafft sie diese Challenge, darf sie in die Diplomklasse aufsteigen.
Caro überlegt nicht lange. Sie entscheidet sich für das Sozialexperiment, weil sie unbedingt den Schulabschluss braucht für ein Studium im Ausland.
Zum ersten Mal in ihrem Leben übernimmt sie Verantwortung nicht nur über sich selbst, sondern auch über Maos, diesem merkwürdigen Lebewesen aus der digitalen Welt.

Penny, Erika und Ulli, ihre 3 Schwestern, sind über die Idee, mit einem humanoiden Roboter unter einem Dach zu leben, nicht gerade erfreut. Gemeinsam haben sie doch beschlossen, es kommt kein Mann ins Haus. Maos ist nämlich ein männlicher Android. Er ist lernfähig, zeigt Emotionen und hat soziale Kompetenz. Er wurde in Japan erzeugt und ist einer der 500 Prototypen der 7. Generation, die ein europäisches Forschungslabor erworben und weiterentwickelt hat und nunmehr für unterschiedlichste Dienste und Arbeiten angemietet oder gekauft werden können.
Caro überzeugt ihre Schwestern, Maos in die WG aufzunehmen.

Das Zusammenleben mit Maos

Doch das Zusammenleben mit Maos gestaltet sich wesentlich komplizierter als sie denkt. Missverständnisse und Konflikte im Zwischenmenschlichen bestimmen zusehends den WG-Alltag. Es kommt zu Beschuldigungen, Machtkämpfen, Eifersüchteleien, sogar Mordgedanken.
Die Situation für Caro wird immer schwieriger. Einerseits will sie, dass Maos, den sie anfangs nicht ausstehen konnte, akzeptiert wird, so wie er ist und nicht behandelt wird wie ein ungeliebtes Haustier; andererseits möchte sie die innige Beziehung zu ihren Schwestern nicht aufs Spiel setzen. Doch wie rauskommen aus diesem Dilemma?
Die Wochen vergehen. Caro macht in der Schule allmählich Fortschritte. Auch ihren Outsider-Status hat sie abgelegt und ist in den Mittelpunkt der Klasse gerückt, weil Maos, ihr sogenannter neuer Freund, eigentlich ein ziemlich cooler Typ ist.
Als das Ende der 8 Wochen immer näher rückt, also der Tag X, an dem Maos wieder wegmuss, kommt es zum finalen Showdown.

DAS TEAM

Darsteller:
Fabian Janisch        (Maos)
Julia Wozek             (Caro)
Helene Hütter           (Penny)
Kerstin Burgstaller   (Ulli)
Stefanie Stadler       (Erika)

Stück / Regie:
Karl Wozek

Organisation:
Elfi Vozenilek

SPIELZEIT

Premiere: Do 28. Nov 2019 / 19:30 Uhr
weitere Vorstellungen:
Mi 4. Dez 2019 / 10 Uhr
Mi 11. Dez 2019 / 10 Uhr
Di 17. Dez 2019 / 10 Uhr
Mi 18. Dez 2019 / 10 Uhr

Nach der Vorstellung können wir gerne, wenn erwünscht, ein Publikumsgespräch veranstalten.

SPIELORT

Theater im ersten Stock, 1060 Wien, Mariahilfer Straße 51

TICKETS / INFO

Karten: EUR 7.-/Schüler, Lehrer frei (ab 50 Schüler EUR 5.- pro Karte)

Reservierung: office@theater-wozek.at oder 0660/867 2446