Diplom, Zeugnisse

DIPLOM DER WIENER SCHAUSPIELSCHULE AM PRAYNER

Das Diplom der Wiener Schauspielschule am Prayner wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung ausgestellt. Das Schauspieldiplom beinhaltet den Nachweis der absolvierten Lehrveranstaltungen und den Nachweis des gewählten Schwerpunkts/ der gewählten Schwerpunkte.

DER WEG ZUM DIPLOM

Vor dem Antreten zur Diplomprüfung an der Wiener Schauspielschule am Prayner Konservatorium müssen alle Lehrveranstaltungen „absolviert“ oder „bestanden“ sein.

PRÜFUNGEN WÄHREND DES STUDIUMS: Der Studienaufbau sieht 3 Jahrgangsprüfungen*) vor, siehe weiter unten unter Zeugnisse und Leistungsnachweise. Studierende können am Ende des Studiums zur Diplomprüfung antreten. Voraussetzung für das Diplom der Wiener Schauspielschule am Prayner ist
– der Abschluss aller im Studienplan festgelegten Lehrveranstaltungen;
– die positive Beurteilung der schriftlichen Abschlussarbeit (Einreichung fristgerecht vor dem internen Diplomprüfungstermin). Die Abschlussarbeit hat einen Bezug zum Diplomprüfungsprogramm. Sie umfasst derzeit 15 Seiten, A4, 32 Zeilen/Blatt, Bsp: Recherche zu einer Ganzrolle, der Weg zur Gestaltung, Autor, Interpreten, als Programmheft zu einem Theaterstück…);
– eine vollständige Diplommappe (bisher studierte Rollen und Auftritte, Kurzvita);
– Einzahlung der Diplomprüfungsgebühr (derzeit € 260.-); ab dem Studienjahr 20/21 keine DP-Gebühr

DIPLOM DER WIENER SCHAUSPIELSCHULE AM PRAYNER

Die Diplomprüfung als Abschluss des Schauspielstudiums an der Schauspielschule am Prayner umfasst zwei Teile: Der erste Teil (Interne DP) findet vor Kommission, aber ohne Publikum statt. Die Kommission setzt sich aus Mitgliedern des Lehrkörpers und Sachverständigen zusammen. Der zweite Teil (Externe DP) findet öffentlich vor Kommission und vor geladenen Gästen statt.

DIPLOMPRÜFUNGSPROGRAMM:

3 Ganzrollen mit je drei Szenen in ihren wesentlichen Teilen, egal ob Monolog oder Partnerszenen; 3 Teilrollen; bei einer Ganzrolle müssen alle 3 Szenen gespielt werden; 1 Ganzrolle kann, auch in Teilen, in einer Fremdsprache gespielt werden; 1 Ganz- oder Teilrolle im Dialekt oder mit Akzent; 1 Teilrolle in gebundener Hochsprache; 1 Ganzrolle aus der Klassik bis 1899; Vorher bei Prüfungen gezeigte Szenen dürfen nicht verwendet werden. Als Ausnahme gilt: Eine schon erarbeitete Teilrolle kann für die DP zur Ganzrolle erweitert werden. 1 Lied mit Theaterbezug (Song, Couplet… wahlweise Deutsch oder fremdsprachig) Der externe Teil der Diplomprüfung an der Wiener Schauspielschule am Prayner kann in Form einer Bühnenshow gestaltet werden, wobei erarbeitete Rollenteile eingebunden werden müssen.

Ein Antreten zum externen Teil der Diplomprüfung ist nur nach bestandenem internen Teil möglich.
Bei nicht bestandenem ersten (internen) Teil bestimmt die Kommission den Zeitpunkt des neuerlichen Antretens.

BEURTEILUNG DER DIPOMPRÜFUNG

Die Beurteilung bei der Diplomprüfung lautet „Bestanden“/“Nicht bestanden“. In Ausnahmefällen vergibt die Prüfungskommission den Zusatz „mit Auszeichnung“.

Der erfolgreiche Besuch eines Schwerpunkts wird im Diplomzeugnis als Zusatzqualifikation ausgewiesen.

Ergänzend bereiten wir unsere Studierenden auf die Bühnenreifeprüfung der Paritätischen Prüfungskommission*) vor.

ZEUGNISSE UND LEISTUNGSNACHWEISE

•  Jahrgangszeugnis: Am Ende des 1., 2. und 3. Jahrgangs erhalten die Studierenden nach bestandener kommissioneller Jahrgangsprüfung ein Jahrgangszeugnis. Die Prüfungen finden vor einer aus Lehrenden der Wiener Schauspielschule am Prayner zusammengesetzten Kommission statt.
•  Studienerfolgsnachweise über bereits absolvierte Lehrveranstaltungen können im Sekretariat beantragt werden.
•  Diplom: Nach erfolgreicher Ablegung der zweiteiligen kommissionellen Diplomprüfung, siehe oben
•  Studienzeugnis: Studierende, die die Diplomprüfung nicht ablegen, können ein Studienzeugnis der Wiener Schauspielschule am Prayner über bis dahin absolvierte Lehrveranstaltungen beantragen.

*) Ab September 2020 fällt für Studienbeginner die 3. Jahrgangsprüfung weg. Der Studienplan wird im Sommersemester online gstellt.

PRÜFUNGSANFORDERUNGEN:

1. Jahrgangsprüfung (2 Szenen, eine komödiantisch, eine dramatisch, ab 2020/2021 3 Szenen)
2. und 3. Jahrgangsprüfung (3 Szenen, eine davon ein Klassiker. Eine der drei Szenen muss selbstständig erarbeitet worden sein. Im 2. Jahrgang muss es sich bei der selbstständig erarbeiteten Szene um deutschsprachige Theaterliteratur handeln. Ab 2020/2021 4 Szenen zur 2. Jahrgangsprüfung) Eine Kontrollprüfung kann zur Feststellung des Lernfortschritts auch während des Studienjahres angesetzt werden. Diplomanforderungen siehe weiter oben
Ab September 2020 fällt für Studienbeginner die 3. Jahrgangsprüfung weg. Der Studienplan wird im Sommersemester online gstellt.

Hinweis: Einzahlung der Prüfungsgebühr jeweils vor dem Prüfungstermin! Außer für Aufnahmeprüfung und einer allenfalls angesetzten Kontrollprüfung gibt es ab dem Studienjahr 2020/2021 keine weiteren Prüfungsgebühren.

DIE WIENER SCHAUSPIELSCHULE AM PRAYNER KONSERVATORIUM BEREITET IHRE STUDIERENDEN AUF DIE PRÜFUNGEN DER PARITÄTISCHEN KOMMISSION VOR.

*) P A R I T Ä T I S C H E   P R Ü F U N G S K O M M I S S I O N
Theaterunternehmerverbände, ÖGB, younion_Die Daseinsgewerkschaft, HG VIII /Sektion Bühnenangehörige

Repertoire Schauspiel ab Frühjahr 2020
I. Eignungsprüfung: Die Eignungsprüfung (Berufsorientierung) ist mit Beginn der Berufsausbildung (bzw. innerhalb des ersten Ausbildungsjahres) abzulegen
Mit dem ausgefüllten Anmeldeformular ist vom Prüfling ein aktueller Lebenslauf einzureichen.

Das Prüfungsrepertoire wählt der Prüfling selbst aus, und zwar:

  • mindestens 2 szenische Darstellungen, fakultativ dazu ein musikalisches Stück (Song/Couplet)
    Die Prüfungskommission (Jury) kann auch Improvisationsaufgaben stellen.

Wird die Eignungsprüfung nicht bestanden, ist die Wiederholung frühestens nach 6 Monaten möglich. Die Eignungsprüfung darf zwei Mal innerhalb von zwei Jahren wiederholt werden

II. Kontrollprüfung
Mit dem ausgefüllten Anmeldeformular ist vom Prüfling ein aktueller Lebenslauf einzureichen.

Das Prüfungsrepertoire wählt der Prüfling selbst aus, und zwar:

  • 4 szenische Darstellungen, darunter mindestens 1 Klassiker (Werke vor 1835). 1 Szene sollte als Dialog dargestellt werden können.
  • Fakultativ dazu ein Song/Chanson/Couplet oder ein Text im Dialekt
    Die Prüfungskommission (Jury) kann auch hier Improvisationsaufgaben stellen.

III. Reifeprüfung
Mit dem ausgefüllten Anmeldeformular ist vom Prüfling ein aktueller Lebenslauf einzureichen.

Das Prüfungsrepertoire wählt der Prüfling selbst aus, und zwar:

  • 5 Vorsprechrollen möglichst verschiedenartiger Genres, davon mindestens 2 Klassiker
  • davon 1 Szene in Mundart oder ein Song/Chanson/Couplet oder 1 Pantomime.
  • fakultativ (empfohlen) davon 1 Dialog oder 1 Ensembleszene

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Der Prüfling hat bei allen Prüfungsschritten das Recht, die erste Prüfungsaufgabe selbst zu wählen.

*   Erklärung:

Die Repertoirelisten sind für jede Prüfungsstufe weitgehend neu zu gestalten.
Dabei ist darauf zu achten, dass möglichst viele Facetten des Schauspiels gezeigt werden (wie beispielsweise gebundene Sprache, Komik, Dramatik, Tragik, Körperlichkeit etc)

Bei der Erarbeitung der Rollen ist die Kenntnis des kompletten Inhalts des jeweiligen Stückes Voraussetzung.

Bei der Auswahl von klassischen und modernen Rollen ist zu beachten, dass die Moderne mit dem Jahr 1835 beginnt. Alles von Autoren zuvor Geschaffene zählt zur Klassik bzw. Antike. Beide Rubriken können gewählt werden, um die klassischen Rollen abzudecken.

Die Verwendung von Requisiten und Kostümen sollte auf das Allernotwendigste beschränkt bleiben, insbesondere auf wenige Umzüge. Da die erste Rolle selbst ausgewählt werden kann, ist es sinnvoll, bereits fertig vorbereitet auf die Bühne zu kommen.

Die Prüfungsgebühr beträgt 40 Euro und ist am Tag der Prüfung in bar zu bezahlen.
Die Einladung zur Prüfung ergeht mindestens 10 Tage vor dem Prüfungstermin, wenn die Anmeldung rechtzeitig und ordnungsgemäß erfolgt ist.