Diplom, Zeugnisse

DIPLOM DER WIENER SCHAUSPIELSCHULE AM PRAYNER

Das Diplom der Wiener Schauspielschule am Prayner wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung ausgestellt. Die Schauspielausbildung dauert 8 Semester. Das Schauspieldiplom beinhaltet den Nachweis der absolvierten Lehrveranstaltungen und den Nachweis der als Schwerpunkt gewählten Zusatzqualifikation(en).

DER WEG ZUM DIPLOM

Vor dem Antreten zur Diplomprüfung an der Wiener Schauspielschule am Prayner Konservatorium müssen alle Lehrveranstaltungen „absolviert“ oder „bestanden“ sein. PRÜFUNGEN WÄHREND DES STUDIUMS Der Studienaufbau sieht 3 Jahrgangsprüfungen vor, siehe weiter unten unter Zeugnisse und Leistungsnachweise. Studierende können am Ende des 4. Jahrgangs zur Diplomprüfung antreten. Voraussetzung für das Diplom der Wiener Schauspielschule am Prayner ist – der Abschluss aller im Studienplan festgelegten Lehrveranstaltungen; – die positive Beurteilung der schriftlichen Abschlussarbeit (Einreichung fristgerecht vor dem internen Diplomprüfungstermin). Die Abschlussarbeit hat einen Bezug zum Diplomprüfungsprogramm. Sie umfasst derzeit 15 Seiten, A4, 32 Zeilen/Blatt, Bsp: Recherche zu einer Ganzrolle, der Weg zur Gestaltung, Autor, Interpreten, als Programmheft zu einem Theaterstück…); – eine vollständige Diplommappe (bisher studierte Rollen und Auftritte, Kurzvita); – Einzahlung der Diplomprüfungsgebühr (derzeit € 260.-);

DIPLOM DER WIENER SCHAUSPIELSCHULE AM PRAYNER

Die Diplomprüfung als Abschluss des Schauspielstudiums an der Schauspielschule am Prayner umfasst zwei Teile: Der erste Teil (Interne DP) findet vor Kommission, aber ohne Publikum statt. Die Kommission setzt sich aus mindestens 3 Mitgliedern des Lehrkörpers und Sachverständigen zusammen. Die eigene Lehrkraft ist nicht in der Kommission, kann aber zur Prüfungsleistung Stellung nehmen. Der zweite Teil (Externe DP) findet öffentlich vor Kommission und vor geladenen Gästen statt.

DIPLOMPRÜFUNGSPROGRAMM:

3 Ganzrollen mit je drei Szenen in ihren wesentlichen Teilen, egal ob Monolog oder Partnerszenen; 3 Teilrollen; bei einer Ganzrolle müssen alle 3 Szenen gespielt werden; 1 Ganzrolle kann, auch in Teilen, in einer Fremdsprache gespielt werden; 1 Ganz- oder Teilrolle im Dialekt oder mit Akzent; 1 Teilrolle in gebundener Hochsprache; 1 Ganzrolle aus der Klassik bis 1899; Vorher bei Prüfungen gezeigte Szenen dürfen nicht verwendet werden. Als Ausnahme gilt: Eine schon erarbeitete Teilrolle kann für die DP zur Ganzrolle erweitert werden. 1 Lied mit Theaterbezug (Song, Couplet… wahlweise Deutsch oder fremdsprachig) Der externe Teil der Diplomprüfung an der Wiener Schauspielschule am Prayner kann in Form einer Bühnenshow gestaltet werden, wobei erarbeitete Rollenteile eingebunden werden müssen.

Ein Antreten zum externen Teil der Diplomprüfung ist nur nach bestandenem internen Teil möglich.
Bei nicht bestandenem ersten (internen) Teil bestimmt die Kommission den Zeitpunkt des neuerlichen Antretens.

BEURTEILUNG DER DIPOMPRÜFUNG

Die Beurteilung bei der Diplomprüfung lautet „Bestanden“/“Nicht bestanden“. In Ausnahmefällen vergibt die Prüfungskommission den Zusatz „mit Auszeichnung“.

Der erfolgreiche Besuch eines Schwerpunkts wird im Diplomzeugnis als Zusatzqualifikation ausgewiesen.

Ergänzend bereiten wir unsere Studierenden auf die Bühnenreifeprüfung der Paritätischen Prüfungskommission*) vor.

ZEUGNISSE UND LEISTUNGSNACHWEISE

•  Jahrgangszeugnis: Am Ende des 1., 2. und 3. Jahrgangs erhalten die Studierenden nach bestandener kommissioneller Jahrgangsprüfung ein Jahrgangszeugnis. Die Prüfungen finden vor einer aus Lehrenden der Wiener Schauspielschule am Prayner zusammengesetzten Kommission statt.
•  Studienerfolgsnachweise über bereits absolvierte Lehrveranstaltungen können im Sekretariat beantragt werden.
•  Diplom: Nach erfolgreicher Ablegung der zweiteiligen kommissionellen Diplomprüfung, siehe oben
•  Studienzeugnis: Studierende, die die Diplomprüfung nicht ablegen, können ein Studienzeugnis der Wiener Schauspielschule am Prayner über bis dahin absolvierte Lehrveranstaltungen beantragen.

PRÜFUNGSANFORDERUNGEN:

1. Jahrgangsprüfung (2 Szenen, eine komödiantisch, eine dramatisch)
2. und 3. Jahrgangsprüfung (3 Szenen, eine davon ein Klassiker. Eine der drei Szenen muss selbstständig erarbeitet worden sein. Im 2. Jahrgang muss es sich bei der selbstständig erarbeiteten Szene um deutschsprachige Theaterliteratur handeln.) Eine Kontrollprüfung kann zur Feststellung des Lernfortschritts auch während des Studienjahres angesetzt werden. Diplomanforderungen siehe weiter oben

Hinweis: Einzahlung der Prüfungsgebühr jeweils vor dem Prüfungstermin!

DIE WIENER SCHAUSPIELSCHULE AM PRAYNER KONSERVATORIUM BEREITET IHRE STUDIERENDEN AUF DIE PRÜFUNGEN DER PARITÄTISCHEN KOMMISSION VOR.

*) P A R I T Ä T I S C H E   P R Ü F U N G S K O M M I S S I O N
Theaterunternehmerverbände, ÖGB, younion_Die Daseinsgewerkschaft, HG VIII /Sektion Bühnenangehörige

Merkblatt SCHAUSPIEL (gültig ab Februar 2018)
I. Eignungsprüfung: Die Eignungsprüfung (Berufsorientierung) ist mit Beginn der Berufsausbildung (bzw. innerhalb des ersten Ausbildungsjahres) abzulegen
Mit dem ausgefüllten Anmeldeformular ist vom Prüfling ein aktueller Lebenslauf einzureichen.

Das Prüfungsrepertoire wählt der Prüfling selbst aus, und zwar:

  • mindestens 2 szenische Darstellungen, fakultativ dazu ein musikalisches Stück (Song/Couplet)
    Die Prüfungskommission (Jury) kann auch Improvisationsaufgaben stellen.

Wird die Eignungsprüfung nicht bestanden, ist die Wiederholung frühestens nach 6 Monaten möglich. Die Eignungsprüfung darf zwei Mal innerhalb von zwei Jahren wiederholt werden

II. Kontrollprüfung (Anmeldung 1,5 Jahre nach bestandener Eignungsprüfung
Mit dem ausgefüllten Anmeldeformular ist vom Prüfling ein aktueller Lebenslauf einzureichen.

Das Prüfungsrepertoire wählt der Prüfling selbst aus, und zwar:

  • 4 szenische Darstellungen, darunter mindestens 1 Klassiker. 1 Szene sollte als Dialog dargestellt werden können.
    Die Prüfungskommission (Jury) kann auch hier Improvisationsaufgaben stellen.

Wird die Kontrollprüfung nicht bestanden, so kann diese frühestens nach 6 Monaten wiederholt werden.
Die Kontrollprüfung darf zwei Mal innerhalb von zwei Jahren wiederholt werden.

III. Reifeprüfung (Anmeldung nach 1,5 Jahren nach bestandener Kontrollprüfung):
Mit dem ausgefüllten Anmeldeformular ist vom Prüfling ein aktueller Lebenslauf einzureichen.

Das Prüfungsrepertoire wählt der Prüfling selbst aus, und zwar:

  • 3 in allen Szenen durchstudierte Ganzrollen* (davon ein Klassiker),
  • plus 3 Teilrollen* (Szenen) darunter 1 weiterer Klassiker und 1 Szene, die als Dialog dargestellt werden sollte.
  • auf die individuellen Möglichkeiten der Kandidat/inn/en bezogen: 1 Szene in Mundart oder 1 Song oder 1 Chanson oder  1  Couplet oder 1  Pantomime;

 Wird die Reifeprüfung nicht bestanden, so kann diese frühestens nach 6 Monaten, spätestens aber nach 12 Monaten wiederholt werden. Die Reifeprüfung darf  ein Mal wiederholt werden. Eine 2. Wiederholung kann durch die paritätische Prüfungskommission – auf begründeten schriftlichen Antrag – gestattet werden

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Der Prüfling hat bei allen Prüfungsschritten das Recht, die erste Prüfungsaufgabe selbst zu wählen.

*   Erklärung:
Als Ganzrolle wird die Erarbeitung einer stücktragenden Figur bezeichnet, deren Entwicklung zur Gänze nachvollzogen werden muss, als ob man an einer Aufführung mitwirkt. Zur Prüfung sind wenigstens drei Szenen daraus vorzubereiten, in der die Figur monologisch oder sehr dominant auftritt.
Als Teilrolle gilt eine abgeschlossene Szene – hier ist natürlich Kenntnis über die Grundzüge des Stücks unverzichtbar, aber das Augenmerk liegt auf der betreffenden Szene selbst.

Die Repertoirelisten sind für jede Prüfungsstufe neu zu gestalten.
Dabei ist darauf zu achten, dass möglichst verschiedene Facetten des Schauspiels gezeigt werden (wie Komik, Dramatik, Tragik, aber auch Beweglichkeit und Deklamatorik etc.)

Die Verwendung von Requisiten und Kostümen sollte auf das Allernotwendigste beschränkt bleiben, insbesondere auf wenige Umzüge. Da die erste Rolle selbst ausgewählt werden kann, ist es sinnvoll, bereits fertig vorbereitet auf die Bühne zu kommen.

Die Prüfungsgebühr beträgt 40 Euro und ist am Tag der Prüfung in bar zu bezahlen.
Die Einladung zur Prüfung ergeht mindestens 10 Tage vor dem Prüfungstermin, wenn die Anmeldung rechtzeitig und ordnungsgemäß erfolgt ist.